Süderlügum

... im Norden ganz oben!

Ein Festtag für Biker von nah und fern

Die vorgesehenen Stellflächen auf dem Marktplatz reichten bei weitem nicht aus, sodass noch die neben an liegenden Parkplätze von Friseur Erichsen und der VR Bank mit belegt werden mussten. Auch hunderte Motorradbegeisterte und Neugierige aus nah und fern überfüllten den Festplatz. Der strahlende Sonnenschein mag auch zahlreiche Spontane angelockt haben. „So viele waren noch nie hier – das ist ein neuer Rekord“, freute sich dann auch Organisations-Chef Fred Karstens von den „Oldie Riders“.

Viele Schmuckstücke und auch Oldtimer, zum Teil mit Beiwagen, waren unter den Maschinen zu bestaunen. Darunter auch eine französische „Magnat Debon“ Baujahr 1927, die der Braderuper Besitzer Wolfgang Stein selbst original restauriert hat. Fehlende oder zerstörte Teile hat er dabei in akribischer Feinarbeit nachgefertigt. Die fahrbereite Maschine, ausgestattet mit Kabitlampen, hat 7,5 PS bei einem Hubraum von 350 Kubikzentimeter und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von etwa 90 Stundenkilometer. Etwas kleiner als die üblichen Motorräder waren die „Qickbach“ und die Gorilla von „Skyteam“, aber natürlich jederzeit fahrbereit. Auch kuriose Sachen waren dabei, wie die Schutzhelme mit Motiven aus der Sesamstraße.

Begonnen hatte der Festtag mit einem deftigen Frühstück für Besucher, Gäste und Teilnehmer auf dem Marktplatz. Zur Unterhaltung spielte die Band „The Greyhounds“ aus Schleswig. Für die Kinder gab es eine Hüpfburg und eine Schminkecke. Auch für das leibliche Wohl wurde mit einem Wurst- und Bäckerwagen, Crêpes, Eis und natürlich kühlen Getränken gesorgt. Dazu kamen einige Info- Stände sowie eine riesige Auswahl an allen möglichen Caps und Aufnähern für die Motorrad-Jacken. Eine reichhaltige Tombola mit wertvollen Überraschungspreisen rundete das Rahmenprogramm ab.

Höhepunkt war dann um 13 Uhr der Start zur etwa 75-minütigen gemeinsamen Rundtour der Motorradfahrer durch den alten Kreis Südtondern. Alleine hieran beteiligten sich mehr als 140 Maschinen hintereinander wie an der Schnur gezogen. Die Abfahrt der Biker auf ihren brummenden Gefährten mit dem eigenartigen Sound wurde von mehreren hundert Menschen auf beiden Seiten der Straßen an der B 5 interessiert verfolgt. Einige trafen sich zum Ausklang und gemütlichen Klönschnack danach wieder auf dem Marktplatz. Erschöpft, aber hoch zufrieden mit dem Wissen, dass sich die viele Vorbereitungs- und Veranstaltungsarbeit gelohnt hat, zeigte sich das Team der „Oldie Riders“ um ihren Präsidenten Karl Hagemann und Orga-Chef Fred Karstens.

 

Artikel von shz.de ()

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